CO2-Bilanz pro Übernachtung: Wie die Maritim Hotels den HCMI-Standard in ihre Klimabilanz integrieren

Kunden fragen nach dem CO2-Wert einer Übernachtung – und Maritim kann antworten. Mit der Software von ECOSPEED bilanziert Nachhaltigkeitsmanagerin Bianca Wehner den Corporate Carbon Footprint aller Hotelstandorte. Daraus berechnet das Tool automatisch die Werte nach der Methodologie der Hotel Carbon Management Initiative (HCMI). Wie die Hotelkette die Bilanzierung im eigenen Haus umsetzt – und warum die Datenaufbereitung dabei die größte Herausforderung war.

34 verschiedene Standorte – ein Corporate Carbon Footprint (CCF)

24 Hotels in Deutschland, 10 international: Den Corporate Carbon Footprint (CCF) mit allen Standorten berechnen die Maritim Hotels im eigenen Haus. Dafür verantwortlich: Bianca Wehner. Sie arbeitet als Nachhaltigkeitsmanagerin bei Maritim und ist vor allem für den Bereich Klima zuständig. Um den CCF zu berechnen, nutzt sie die Software «Business» von ECOSPEED.

Auswahl des Tools: ECOSPEED überzeugt mit Wissen und Erfahrung

Auf der Suche nach dem passenden Tool vergleicht Wehner verschiedene Anbieter. Für ECOSPEED spricht unter anderem die lange Erfahrung: «Das Team macht schon über 20 Jahre CO2-Bilanzierung. Die Mitarbeitenden kennen sich aus und haben viele Cases durchgerechnet», sagt Wehner. «Das sieht man im Tool und merkt es auch im Gespräch mit ECOSPEED.»

Auch Henning Jünke, Direktor Nachhaltigkeit und Menschenrechtsbeauftragter bei Maritim Hotels, überzeugt das Know-how im Team: «Alle Gespräche sind auf Augenhöhe, was die fachliche Expertise angeht. Wir können sogar im Bereich CO2-Bilanzierung noch etwas lernen», sagt er.

Joghurt und Quark wird zu einer Warengruppe: ECOSPEED hilft mit den Daten

Dazu kommt, dass ECOSPEED bereit ist, bei der Datenaufbereitung zu unterstützen. Denn gerade der Bereich Essen und Getränke – mit vielen kleinteiligen Daten – ist eine Herausforderung.

Für die meisten Unternehmen ist dieser Bereich untergeordnet: Kaffee für die Mitarbeitenden, Getränke und Snacks für Kundentermine. Doch in der CO2-Bilanzierung von Hotels nimmt er einen großen Posten ein. Die Daten richtig aufzubereiten, ist für Nachhaltigkeitsmanagerin Wehner der Hauptaufwand – vor der eigentlichen Bilanzierung.

«ECOSPEED hat zugesagt: Wir können zusammen die Excel-Daten durchgehen und überlegen, wie wir die CO2-Bilanz aufbauen», sagt Wehner. Hierfür arbeitet sie mit Thomas Fink zusammen, Berater bei ECOSPEED. Gemeinsam fassen sie die über 10.000 Artikel zu Warengruppen zusammen. Diesen ordnen sie passende Emissionsfaktoren zu. Erst durch die Gruppierung wird es möglich, sinnvolle Aussagen zu einzelnen Bereichen zu machen – zum Beispiel dem Fleischverzehr.

CO2-Bilanz mit Lieferantendaten anstatt der Spend-based Methode

Im Bereich Essen und Getränke bekommen die Maritim Hotels von ihrem Hauptlieferanten CO2-Daten auf Artikelbasis. «Wir bekommen die Info: Diese 200 Gramm Joghurt verursachen soundso viele CO2-Emissionen», sagt Wehner. Mit diesen Daten berechnet sie gemeinsam mit Berater Fink die Emissionsfaktoren der verschiedenen Warengruppen. Fink ordnet danach die Artikelnummern den entsprechenden Emissionsfaktoren zu. Zukünftig erfolgt diese Zuordnung automatisiert.

«Wir können jetzt den größten und relevantesten Teil unserer Emissionen aus dem Einkauf mit konkreten Daten berechnen. Das ist ein großer Erfolg für uns, denn oft werden die Emissionen im Scope 3.1 rein monetär bewertet. Das ist wahnsinnig ungenau.»

Bianca Wehner

Nachhaltigkeitsmanagerin

Maritim

Analyse direkt im Tool schafft Vertrauen gegenüber dem Management

Nachhaltigkeitsmanagerin Wehner nutzt die Software von ECOSPEED nicht nur, um den CCF zu berechnen. Sie vergleicht damit auch verschiedene Hotels und einzelne Bereiche der CO2-Bilanz. Einmal kann sie sich nicht erklären, wieso zwei Hotels gleicher Größe im Bereich Wärme sehr unterschiedliche Werte haben. «Wir haben dann im Tool nach der Wärmeerzeugung geschaut», sagt Wehner. «Das war einmal Fernwärme und einmal ein Blockheizkraftwerk. So hatten wir die Antwort direkt parat und konnten das im Tool zeigen.» Dabei ist es hilfreich, dass die Nutzerinnen und Nutzer beim Eintragen der Daten immer eine Quelle hinterlegen. So ist auch später klar, woher ein bestimmter Wert kommt.

Auch Nachhaltigkeitsdirektor Jünke schätzt die Analysemöglichkeiten des Tools. «Wir können in einem Termin ad hoc Antworten geben und müssen nicht in einer Excel-Tabelle nach den Daten suchen oder diese später nachliefern», sagt Jünke. «Das ist unheimlich vertrauensbildend gegenüber dem Management und der Geschäftsführung.»

HCMI: Kunden fragen nach der CO2-Bilanz pro Übernachtung

Damit die Kunden wissen, wie viele Treibhausgas-Emissionen ihre Übernachtung verursacht, braucht es aber noch einen weiteren Schritt. Das nötige Tool: der HCMI. Während der CCF es ermöglicht, den Dekarbonisierungs-Erfolg eines Unternehmens über die Jahre zu verfolgen, können sich Hotels durch den HCMI mit anderen vergleichen. Grob gesagt bricht der HCMI die gesamten Emissionen des Hotels auf einzelne Zimmer und einzelne Nächte herunter. Auch der CO2-Fußabdruck von Veranstaltungen lässt sich mit ihm berechnen. Allerdings bilden nicht alle Bereiche des CCF die Ausgangsbasis für den HCMI. Der Bereich «Essen und Getränke» zählt zum Beispiel nicht dazu.

«Die Kunden fragen aktiv nach den Infos. Vor allem große Unternehmen, die nach der CSRD berichten müssen, wollen wissen: Wie hoch ist denn die CO2-Bilanz pro Übernachtung, zum Beispiel am Standort Ulm?»

Henning Jünke,

Direktor Nachhaltigkeit und Menschenrechtsbeauftragter

Maritim

Einfache Berechnung: ECOSPEED integriert den HCMI in sein Tool

Vor der Zusammenarbeit mit ECOSPEED berechnet Nachhaltigkeitsmanagerin Wehner den Corporate Carbon Footprint der Hotels in einer Excel-Tabelle. In einer weiteren Tabelle rechnet sie die HCMI-Werte aus. «Wenn sich etwas in der CCF-Bilanz geändert hat, musste ich das in den anderen Excels auch wieder händisch ändern», sagt Wehner.

Als die Zusammenarbeit startet, ist ECOSPEED sofort bereit, den HCMI in die Software zu integrieren. «Das ist nicht selbstverständlich», sagt Jünke, «das wissen wir sehr zu schätzen.» Anstatt sich mit verschiedenen Excel-Tabellen herumzuschlagen, ergänzt Wehner nun einfach die für den HCMI notwendigen Zusatzinfos in der ECOSPEED-Software. Ändert sich etwas am CCF, passen sich automatisch die Werte nach dem HCMI an.

Nicht nur CO2: auch Kennzahlen zum Wasserverbrauch und zur Abfallmenge

Neben dem HCMI für die Treibhausgasemissionen gibt es auch den HWMI, der den Wasserverbrauch pro Übernachtung oder für Veranstaltungen berechnet. Auch diese Werte berechnet Wehner im Tool von ECOSPEED – außerdem den HWMM, einen Abfallfußabdruck für jedes Hotel. Die Zahlen können die Maritim Hotels ihren Kunden zur Verfügung stellen.

Was Maritim erreicht hat, geht über die CO2-Bilanzierung hinaus. Dadurch dass Wehner selbstständig Bilanzen erstellt und Daten auswertet, hat die Hotelkette Expertise im eigenen Haus aufgebaut. «Unser Ziel war, das Know-how dauerhaft intern zu verankern», sagt Jünke. Dieses Wissen trägt das Team jetzt in die nächste Phase: eine Dekarbonisierungsstrategie für alle Standorte.

Seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1969 bestimmen die Maritim Hotels maßgeblich das Geschehen in der deutschen Hotellandschaft und haben sich als bekannteste deutsche Hotelkette auch im Ausland einen Namen gemacht. Die Maritim Hotels arbeiten daran, ihren ökologischen Fußabdruck stetig zu reduzieren. Deshalb setzen sie auf energieeffiziente Gebäude, ressourcenschonende Betriebsabläufe und nachhaltige Beschaffung. Im Sinne der Ressourcenschonung arbeiten die Maritim Hotels kontinuierlich daran, den Verbrauch von Energie und Wasser sowie das Abfallaufkommen in den Hotels zu reduzieren.
maritim.de

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25.08.2026 14:00 — 15:00

Corporate Carbon Footprint (CCF)

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26.08.2026 11:00 — 12:00

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ECOSPEED ist Mitglied des Kunststoffverbands KUNSTSTOFF.swiss und bietet in Kooperation ein Webinar speziell für die Kunststoffindustrie. Erleben Sie die CO2-Software live und sehen Sie praxisnah, wie die vordefinierte branchenspezifische Materialliste den Aufwand für den Corporate und Product Carbon Footprint erheblich reduziert.

Kursleiter

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03.09.2026 10:00 — 11:00

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09.09. — 10.09.2026

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Christoph Hartmann

Geschäftsführer

ECOSPEED AG



Charlotte Beck

Geschäftsführerin

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Treffen Sie die Geschäftsführung von ECOSPEED auf der BAUM-Tagung 2026 in Rust

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baumev.de/baum-tagung

Charlotte Beck (Geschäftsführerin, ECOSPEED Deutschland GmbH, und Sprecherin des Beirats Unternehmen, BAUM e.V., sowie Mitglied der Jury BAUM | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis) interviewt den Preisträger in der Kategorie Transformationstreiber*in – KMU: Boris Voelkel (Geschäftsführer Einkauf, Voelkel GmbH).

Vereinbaren Sie einen Termin, um Christoph Hartmann und Charlotte Beck auf der Tagung persönlich zu treffen.
Terminbuchung Christoph Hartmann
Terminbuchung Charlotte Beck

15.09.2026

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Event

Charlotte Beck

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Treffen Sie Charlotte Beck von ECOSPEED auf der Proof summit 2026 in Köln

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Verifizierbares Reporting im Zeitalter der KI

Der PROOF Summit bietet die Plattform, um gemeinsam zu diskutieren, was dies in der Praxis bedeutet. Von der Umsetzung bis zur regulatorischen Prüfung. Nicht durch unzuverlässige Automatisierung. Sondern durch Lösungen, bei denen Menschen aktiv dort eingreifen, wo es zählt: bei Urteilsvermögen, Kontext und Verantwortung.
In einer Zeit, in der KI Berichte in Sekunden generiert, ist der menschliche Blick keine Schwäche. Er ist der entscheidende Vertrauensfaktor.
proof-summit.com

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29.09.2026 14:00 — 15:00

Corporate Carbon Footprint (CCF)

Webinar

1 h

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01.10.2026 10:00 — 11:00

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