Die St.Galler Stadtwerke: Mit ECOSPEED auf dem Weg zur Klimaneutralität 2050

Energieversorger wie die St.Galler Stadtwerke stehen bei der CO2-Bilanzierung und Dekarbonisierung vor ganz eigenen Herausforderungen. Mit branchenspezifischer Software und langjähriger Erfahrung bietet ECOSPEED die passenden Werkzeuge und das nötige Know-how, diese erfolgreich zu bewältigen.

Wärme, Strom, Trinkwasser, Glasfaser, E-Mobilität – die Aufgaben der St.Galler Stadtwerke (sgsw) sind vielfältig. Für die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt St.Gallen sind sie Teil der Grundversorgung und somit von zentraler Bedeutung. Das bestätigt Noemi Bossart, Leiterin für Nachhaltigkeit bei den sgsw: «Als Querverbundunternehmen verantworten wir die Energieversorgung der Stadt – von Strom und Gas bis hin zu Fernwärme – und betreiben gleichzeitig zentrale Infrastrukturen wie die Wasserversorgung.»

Die sgsw sind ein unselbstständiges öffentlich-rechtliches Unternehmen und werden als Dienststelle der Stadtverwaltung St.Gallen geführt. Die Stadt St.Gallen verfolgt mit dem städtischen Energiekonzept 2050 einen eigenen Fahrplan in Richtung Klimaneutralität – ein Ziel, zu dem sich auch die Schweiz gesetzlich verpflichtet hat.

Die sgsw sind zentraler Umsetzer dieses Energiekonzepts und bringen viele der Maßnahmen konkret in die Praxis.

Zentrale Umsetzer der Klimaziele vor Ort

Bei der Dekarbonisierung setzen die sgsw auf das Prinzip der sogenannten Sektorkopplung. Um den CO2-Ausstoß zu senken, müssen Strom-, Wärme- und Mobilitätssektor zusammenwachsen. Die sgsw eignen sich ideal, um dieses Zusammenspiel umzusetzen: Überschüssiger Strom aus Photovoltaikanlagen wird vor Ort genutzt, etwa für Wärmepumpen oder Wärmenetze. Gleichzeitig wird die Ladeinfrastruktur so gesteuert, dass Ladevorgänge zur Netzsituation passen und Lastspitzen vermieden werden. Auch bei der kommunalen Wärmeplanung sind die sgsw unverzichtbar. In der Schweiz sind die Vorgaben föderal geregelt, die kantonalen Energiegesetze verpflichten die Gemeinden, eine kommunale oder regionale Wärmeplanung zu erstellen. Die sgsw nehmen hier eine Schlüsselposition ein, da sie das Ganze nicht nur planen, sondern auch umsetzen und betreiben.

Netto-Null 2050 gemeinsam erreichen: Vertrauen der Bürger in die sgsw

Um den ökologischen Umbau der Energieversorgung zu meistern, müssen alle an einem Strang ziehen. Traditionell genießen Stadtwerke als kommunale Unternehmen der öffentlichen Hand, die nicht nach Gewinnmaximierung streben, ein hohes Vertrauen der Bevölkerung. Sie beraten die Menschen zu Themen wie PV-Anlagen, Wärmepumpen oder Energiegemeinschaften. Das gilt auch für die sgsw.

So vielfältig wie die Aufgaben der sgsw sind, so komplex ist die Treibhausgas-Bilanzierung. Denn anders als bei Unternehmen, die Produkte herstellen, bieten die sgsw auch THG-relevante Dienstleistungen wie den Verkauf von Gas an. Da dieser Bereich einen sehr großen Anteil der gesamten CO2-Bilanz ausmacht, ist er für das Unternehmen auf dem Weg in die Nachhaltigkeit besonders wichtig.

Entscheidung für ECOSPEED als Partner für die CO2-Bilanzierung

So entschieden sich die sgsw Anfang 2023 für ECOSPEED Business, um das strategische Ziel Nachhaltigkeit weiter voranzutreiben und die CO2-Bilanzierung zu professionalisieren. „Dieses Thema ist bei uns fest verankert. Mit externer Unterstützung wollten wir unsere Prozesse gezielt weiterentwickeln und vereinheitlichen. Wichtig war uns ein Softwareanbieter aus der Schweiz, der sich mit Energieversorgungsunternehmen auskennt – daher fiel unsere Wahl auf ECOSPEED“, so Noemi Bossart. Von Anfang an kam eine der Stärken von ECOSPEED zum Tragen: die branchenspezifischen Lösungen, die eine auf die Bedürfnisse von Energieversorgungsunternehmen zugeschnittene Umsetzung ermöglichen.

ECOSPEED bietet mit dem EVU-Modul ein attraktives Tool für Energieversorger

Ein Beispiel dafür ist das EVU-Modul, das in die Software ECOSPEED Business integriert ist. Es wurde speziell für Energieversorger entwickelt und vereinfacht die Bilanzierung deutlich. «Wir kommen aus der kommunalen Klimabilanzierung, das sind unsere starken Wurzeln mit Tausenden von Kunden. Deshalb kannten wir uns mit den Anforderungen von Städten und deren Unternehmen bereits gut aus, insbesondere mit denen der Stadtwerke. So war es für uns ein logischer Schritt, den Städten und ihren Energieversorgern dieses Modul anzubieten – ein Alleinstellungsmerkmal von uns», erklärt Christoph Hartmann, Geschäftsführer der ECOSPEED AG. Das EVU-Modul ermöglicht die Bilanzierung von Energieerzeugungsanlagen, Versorgungsnetzen für Strom, Erdgas, Fernwärme oder Wasser sowie den Vertrieb von Energieträgern.

Zunächst erstellten die sgsw selbstständig ihre Klimabilanz. Gut umsetzen ließ sich dies für die Bereiche Scope 1 und 2. Scope 1 umfasst direkte Emissionen, etwa aus firmeneigenen Anlagen und dem Fuhrpark. Scope 2 berücksichtigt indirekte Emissionen, die beispielsweise durch den Bezug von Heizenergie für Bürogebäude entstehen.

«Bei der Auseinandersetzung mit Scope 3, insbesondere der Kategorie 3.1 für eingekaufte Waren und Dienstleistungen, wurde uns bewusst, wie anspruchsvoll die Bilanzierung für unser Unternehmen ist. Daher beschlossen wir im Frühjahr 2025, unseren Corporate Carbon Footprint gemeinsam mit ECOSPEED zu vervollständigen.»

NB

Noemi Bossart

Leiterin für Nachhaltigkeit

sgsw

Professionelle Unterstützung bei der Bilanzierung von Scope 3.1

Gerade bei der Bilanzierung komplizierter Emissionsbereiche spielt ECOSPEED seine Stärken aus: ECOSPEED Business erspart den Energieversorgerunternehmen die mühsame Datenbeschaffung und -aufbereitung für die Klimabilanz und vereinfacht die Vergleichbarkeit der Daten der Kommunen untereinander – so wird ein Benchmarking möglich, bei dem alle Beteiligten voneinander lernen können.

Die THG-Emissionen der sgsw werden für den Geschäftsbericht jährlich erhoben. Dank ECOSPEED Business erfüllen die regelmäßig aktualisierten Daten nun die Anforderungen des VSE-Leitfadens, einer Richtlinie für Schweizer Energieunternehmen, die die Treibhausgasbilanzierung in der Energiebranche vereinheitlichen soll. Das erleichtert den sgsw die Klimabilanzierung erheblich. So können sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und Klimaschutzbestrebungen noch gezielter vorantreiben.

Start ins gemeinsame Projekt zur Vervollständigung des CCF im Frühjahr 2025

Projektleiter Thomas Fink von ECOSPEED startete die Zusammenarbeit mit einem Workshop in St.Gallen – so konnten sich er und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der sgsw persönlich kennenlernen. «Im Workshop war es wichtig, alle Beteiligten mit ins Boot zu holen, das hat sehr gut funktioniert», erinnert er sich.

Die größten Herausforderungen des Projektes – und wie sie gemeistert wurden

Allein die über 5.000 Artikel beinhaltende Materialliste in den Griff zu bekommen war eine Herausforderung. «Wir haben die Artikel in 50 Materialgruppen eingeteilt, das hat das Ganze viel übersichtlicher gemacht», so Thomas Fink. Besonders wichtig war es, Doppelzählungen zu minimieren: «In der Praxis ist es oft schwierig zu unterscheiden, woher das Material stammt, das bei Projekten – zum Beispiel dem Netzausbau – eingesetzt wird. Man darf die Materialien, wie Kupferkabel oder Rohre, nicht beim Materialeinkauf und bei der Projektumsetzung berechnen, sonst werden sie doppelt gezählt», erklärt der Projektleiter.

Zudem mussten die Stammdaten im Enterprise Resource Planning-System (ERP) angepasst werden, um die Bilanzierung in Scope 3.1 mit dem massenbasierten Ansatz durchzuführen. Der Vorteil: So kann genauer bilanziert werden als mit dem Spend-based-Ansatz, bei dem der für ein Gut oder eine Dienstleistung ausgegebene Geldbetrag mit einem Emissionsfaktor pro Währungseinheit (z. B. kg CO2/Euro) multipliziert wird. «Dank dem präziseren Ansatz liegen die so ermittelten Emissionen oft niedriger», ergänzt Thomas Fink.

Im Bereich Projekte wurden generische Datensätze für den Leitungsbau des Fernwärmenetzes erstellt, dieser Ausbau ist ein Kernprojekt der sgsw. »Bei der Fernwärme nutzen wir die Abwärme des Kehrichtheizkraftwerks. Diese Energie würde sonst ungenutzt an die Umgebung abgegeben», sagt Noemi Bossart.

Erfolgreicher Projektabschluss: Die sgsw bilanzieren jetzt selbstständig

Im Dezember 2025 endete das Projekt – beide Seiten sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden: «Wir können jetzt den schwierigsten Teil, also Scope 3, selbst bilanzieren, das ist ein riesiger Schritt nach vorne», sagt Noemi Bossart. Besonders positiv äußert sie sich über die Zusammenarbeit: «Ich konnte mich immer mit Fragen an ECOSPEED wenden, sie haben superschnell und kompetent geantwortet, das war wirklich beeindruckend. Insgesamt war der Support hervorragend, und man hat gemerkt, dass CO2-Bilanzierung und Dekarbonisierung ihre Leidenschaften sind.»

Die Befähigung der Kundin zur eigenständigen Scope-3-Bilanzierung, die Vervollständigung des CCF und die Erfüllung des in der Schweiz relevanten VSE-Leitfadens sind auch für Projektleiter Thomas Fink Highlights der Zusammenarbeit.

Noemi Bossart erstellt gerade ihre erste interne Dokumentation zur CO2-Bilanzierung, eine externe Kommunikation ist in Planung und auch die Dekarbonisierung hat sie fest im Blick. Mithilfe der Software-Lösungen und der professionellen Unterstützung durch ECOSPEED sind die sgsw also auf einem guten Weg, ihr Ziel zu erreichen: die Klimaneutralität 2050.

Die St.Galler Stadtwerke (sgsw) versorgen die Menschen in der Stadt St.Gallen und Umgebung mit Strom, Wasser, Wärme und Gas und sind somit ein wichtiger Teil der Grundversorgung vor Ort. Die sgsw sind ein unselbstständiges öffentlich-rechtliches Unternehmen und streben mit dem städtischen Energiekonzept 2050, genau wie die gesamte Schweiz, die Klimaneutralität 2050 an. Sie fördern diese Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Zukunft und setzen sie konkret in die Praxis um.
sgsw.ch

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ECOSPEED Software im Webinar kennenlernen

Informieren Sie sich unverbindlich über die ECOSPEED Software in einem unserer nächsten Webinare. Erleben Sie die Anwendungen live und nutzen Sie die Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen und Herausforderungen zu besprechen.

25.08.2026 14:00 — 15:00

Corporate Carbon Footprint (CCF)

Webinar

1 h

Kostenlos

26.08.2026 11:00 — 12:00

Treibhausgasbilanzierung in der Kunststoffbranche

Webinar

1 h

Kostenlos

ECOSPEED ist Mitglied des Kunststoffverbands KUNSTSTOFF.swiss und bietet in Kooperation ein Webinar speziell für die Kunststoffindustrie. Erleben Sie die CO2-Software live und sehen Sie praxisnah, wie die vordefinierte branchenspezifische Materialliste den Aufwand für den Corporate und Product Carbon Footprint erheblich reduziert.

Kursleiter

Christoph Hartmann

Geschäftsführer

ECOSPEED AG

03.09.2026 10:00 — 11:00

Produktbilanzierung (PCF, PEF)

Webinar

1 h

Kostenlos

09.09. — 10.09.2026

«Meet ECOSPEED» auf der BAUM Jahrestagung, Rust

Event

Christoph Hartmann

Geschäftsführer

ECOSPEED AG



Charlotte Beck

Geschäftsführerin

ECOSPEED Deutschland

Treffen Sie die Geschäftsführung von ECOSPEED auf der BAUM-Tagung 2026 in Rust

Unternehmen, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gehen Herausforderungen konstruktiv an und entwickeln konkrete Lösungen für nachhaltiges Wirtschaften. Wie? Das zeigen die Preisträger*innen der diesjährigen Tagung. Es erwarten Sie fundierte Einblicke in aktuelle Nachhaltigkeitsthemen, die Möglichkeit, sich mit Unternehmenspraktiker*innen und Expert*innen auszutauschen, sowie interaktive Formate, die Raum für neue Ideen und Kooperationen schaffen.
baumev.de/baum-tagung

Charlotte Beck (Geschäftsführerin, ECOSPEED Deutschland GmbH, und Sprecherin des Beirats Unternehmen, BAUM e.V., sowie Mitglied der Jury BAUM | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis) interviewt den Preisträger in der Kategorie Transformationstreiber*in – KMU: Boris Voelkel (Geschäftsführer Einkauf, Voelkel GmbH).

Vereinbaren Sie einen Termin, um Christoph Hartmann und Charlotte Beck auf der Tagung persönlich zu treffen.
Terminbuchung Christoph Hartmann
Terminbuchung Charlotte Beck

15.09.2026

«Meet Charlie» auf der Proof summit, Köln

Event

Charlotte Beck

Geschäftsführerin

ECOSPEED Deutschland

Treffen Sie Charlotte Beck von ECOSPEED auf der Proof summit 2026 in Köln

Von Mensch und Maschine:
Verifizierbares Reporting im Zeitalter der KI

Der PROOF Summit bietet die Plattform, um gemeinsam zu diskutieren, was dies in der Praxis bedeutet. Von der Umsetzung bis zur regulatorischen Prüfung. Nicht durch unzuverlässige Automatisierung. Sondern durch Lösungen, bei denen Menschen aktiv dort eingreifen, wo es zählt: bei Urteilsvermögen, Kontext und Verantwortung.
In einer Zeit, in der KI Berichte in Sekunden generiert, ist der menschliche Blick keine Schwäche. Er ist der entscheidende Vertrauensfaktor.
proof-summit.com

ECOSPEED wird als Technologiepartner von Sunhat vor Ort sein und bringt seine Expertise in der CO2-Bilanzierung ein. Vereinbaren Sie gern einen Termin, um Charlotte Beck dort persönlich zu treffen.
Terminbuchung Charlotte Beck

29.09.2026 14:00 — 15:00

Corporate Carbon Footprint (CCF)

Webinar

1 h

Kostenlos

01.10.2026 10:00 — 11:00

Produktbilanzierung (PCF, PEF)

Webinar

1 h

Kostenlos

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Mit Know-how von ECOSPEED

Ihr Start in die CO2-Bilanzierung

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